Biopark

ABN AMRO Bank und WarmCO2 unterzeichnen „grüne“ Finanzierungsvereinbarung über EUR 25 Millionen

Umverteilung von Wärme und CO2 über WarmCO2 spart jährlich 52 Millionen Kubikmeter Erdgas in kommerziellem Gewächshausprojekt in Terneuzen, Niederlande

Terneuzen/Amsterdam, Nierlande, 21 October 2009 – ABN AMRO Bank und WarmCO2, eine Gemeinschaftsinitiative der Hafenbehörde Zeeland Seaports, des Düngemittelproduzenten Yara und des Infrastrukturausrüsters Visser & Smit Hanab, haben im Rahmen eines Gesamtinvestitionsvolumens von EUR 80 Millionen eine „grüne“ Finanzierungsvereinbarung über EUR 25 Millionen unterzeichnet. WarmCO2 ist das erste nachhaltige Energieprojekt dieser Größe in den Niederlanden, das derart „grüne“ Finanzmittel erhält.

WarmCO2 wird die Finanzspritze für den Bau eines Rohrleitungsnetzwerks verwenden, über das Restwärme und CO2 aus der Fertigung bei Yara zur Nutzung in einem kommerziellen Gewächshausprojekt im nahen Terneuzen bereitgestellt wird.

Insgesamt wird WarmCO2 auf diese Weise jährlich bis zu 84 MW Restwärme und 70.000 Tonnen gereinigtes CO2 umverteilen. Das CO2 dient dazu, das Gewächshausklima anzureichern und so das Pflanzenwachstum zu fördern. Normalerweise würden die Betreiber während der Vegetationszeit einen mit Erdgas befeuerten Kessel oder eine Kraft-Wärme-Kopplungsanlage einsetzen, um CO2 und Wärme bzw. Strom zu erzeugen, der dann in das nationale Netz eingespeist würde.

Als Resultat der Umverteilung von Wärme und CO2 aus der Yara-Fertigung durch WarmCO2 spart das Terneuzen-Gewächshausprojekt rund 52 Millionen Kubikmeter Erdgas pro Jahr und reduziert damit seinen Verbrauch an fossilen Brennstoffen um 90%. Das macht Terneuzen zu einer der nachhaltigsten Gewächshausanlagen in den Niederlanden.

Die Finanzierung wurde durch „Groenprojecten“ ermöglicht, einem von den Ministerien für Gesundheit & Umwelt, Landwirtschaft und Finanzen der Niederlande ins Leben gerufenen Förderprogramm für umweltverträgliche und Ressourcen schonende Investitionen. Das Programm erschließt zinsgünstige Bankdarlehen in Höhe von bis zu EUR 25 Millionen je Projekt.

„Dank Groenprojecten konnte die ABN AMRO Bank uns eine Finanzierung zu günstigen Zinsen anbieten, was der weitere Entwicklung des Projekts entgegenkommt,“ sagt Jan Uilenreef, Geschäftsführer von WarmCO2: „Bis jetzt haben sie sich sehr flexibel und kundenorientiert gezeigt und großes Interesse am innovativen und nachhaltigen Charakter des Projekts bewiesen.“

„Nachhaltige Entwicklungen sind einer unserer Schwerpunkte,“ unterstreicht Joop Wijn, verantwortlich für Handelsbeziehungen im Transition Team der ABN AMRO Bank. „Dieses großartige Projekt zeigt, dass die gezielte Zusammenarbeit mehrerer Partner, wie hier der Seehäfen, der Industrie und des Gartenbaus, zu tragenden Resultaten führt, bei denen Nachhaltigkeit, Innovation und Wirtschaftsentwicklung Hand in Hand gehen. Wir sind definitiv bestrebt, weiter nachhaltige und innovative Projekte dieser Art zu finanzieren.“

Leseranfragen

Biopark Terneuzen
Noorwegenweg 1
4530 AC
Terneuzen
Netherlands
+31 115 647 400
port@​zeeland-seaports.com
www.zeeland-seaports.com

Hinweise für Redakteure


Über WarmCO2

WarmCO2 ist eine Gemeinschaftsinitiative von Zeeland Seaports, Yara und Visser & Smit Hanab zur Nutzung von Restwärme und CO2 in umweltverträglichen und nachhaltigen Gartenbaukulturen des „Glastuinbouw Terneuzen“, einem kommerziellen Gewächshausprojekt im Biopark Terneuzen (Niederlande). Derzeit haben sich drei Betriebe im Glastuinbouw Terneuzen niedergelassen, um dort Auberginen (Gebroeders van Duijn). Paprikas (Kwekerij de Westerschelde) und Tomaten (Tomaholic) zu züchten und anzubauen. Im selben Komplex wurde außerdem ein Informations- und Schulungszentrum für Gartenbau eingerichtet.

Weitere Informationen siehe www.glastuinbouwterneuzen.nl, www.warmco.nl und www.bioparkterneuzen.nl im Internet.

Über ABN AMRO Bank

Die ABN AMRO Bank N.V. wurde im Jahr 2007 von einem Konsortium übernommen, dem aktuell die Banco Santander, die Royal Bank of Scotland und die Regierung der Niederlande angehören. Der von den Niederlanden gehaltene Anteil wird voraussichtlich im zweiten Quartal 2010 als eigenständige Bank ausgegliedert und als ABN AMRO N.V. firmieren.

Diese ABN AMRO hat 23.000 Mitarbeiter, rund 3.000 davon im Ausland. In den Niederlanden verfügt sie über 510 Bankfilialen, 77 Geschäfts- und 20 Privatbankniederlassungen. Das weltweite Filialnetz erstreckt sich über 17 Länder und Regionen.

Nach Genehmigung der entsprechenden Pläne durch die Aufsichtsbehörden wird ABN AMRO mit der Fortis Bank Nederlands fusionieren, um gestützt auf das starke Portfolio, Knowhow und Netzwerk beider Institute auf solidem Fundament eine neue große Bank in den Niederlanden zu bilden.

Die neue Bank bietet eine umfassende Palette von Produkten und Dienstleistungen für den Einzelhandel, für Privatkunden und Investoren sowie Depositengeschäfte.

Über den Biopark Terneuzen

Der im Februar 2007 gegründete Biopark Terneuzen ist eine „Smart-Link-Initiative“, die einen neuen Denkansatz in der Entwicklung einer nachhaltigen Agrarindustrie darstellt. Aufbauend auf den bewährten wirtschaftlichen Vorteilen und dem Know-how-Transfer aus der gemeinsamen Ansiedlung verwandter Unternehmen, erreicht der Biopark in der Umsetzung dieses Anspruchs eine neue Dimension, indem er mit Hilfe von „smarten Verknüpfungen“ die Nutzung entscheidender Synergien zwischen den beteiligten Partnergesellschaften fördert und erleichtert. Hiervon betroffen ist insbesondere das Potenzial für den Austausch und wechselseitigen Einsatz von Nebenprodukten und Abfällen als Rohmaterialien oder Energiequellen für eigene Prozesse. Dies trägt zur Produktivität der Unternehmen, zur Schonung nicht erneuerbarer Ressourcen und zu einer Reduzierung der Umweltbelastung bei. Auf der wachsenden Liste der Mitglieder des Biopark Terneuzen finden sich unter anderem Yara Sluiskil, Nedalco, Cargill, EcoService Europe, Heros, ESV Group und Rosendaal Energy.

Weitere Informationen über den Biopark Terneuzen finden Sie unter www.bioparkterneuzen.nl.

Über Zeeland Seaports

Als Hafenbehörde trägt Zeeland Seaports die Verantwortung für das Management und die Entwicklung der Häfen in der niederländischen Region Seeland. Zeeland Seaports ist eine eigenständige und gemeinnützige Organisation. Sie entstand 1998 aus dem Zusammenschluss der Häfen Vlissingen und Terneuzen, die strategisch günstig an der Westerschelde zwischen Rotterdam und Antwerpen liegen. Mit offener Anbindung an die Nordsee und den Rhein-Schelde-Kanal dienen die Häfen sowohl den globalen Seehandelsrouten als auch der europäischen Binnenschifffahrt. Jährlich werden hier rund 7.000 Handels- und 23.500 Binnenschiffe pro Jahr mit insgesamt über 60 Millionen Tonnen Fracht abgefertigt.

Weitere Informationen siehe www.zeeland-seaports.com im Internet.

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